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Beireis'sche Haus - Untermarkt Mühlhausen/Thür

Geschichte

Auf dem Grundstück Untermarkt 23 konnten Spuren eieer Besiedlung mit Grubenhäusern aus dem 11. und 12. Jahrhundert nachgewiesen werden. Man fand Webgewichte, Keramik, Feuerstellen. Die nachgewiesenen Grubenhäuser wiesen erstaunliche Maße von ca. 9,70m x ca. 6,00m auf, bisher einmalig im mitteldeuteschen Raum. Grubenhäuser bestanden aus einer Konstruktion aus Pfosten mit Lehmwänden und Flechtwerk, Firstbalken und Holzdach; sie waren ca. 90cm in den Erdboden als Grube in Travertin geschlagen worden.

 

Spätere baugeschichtliche Merkmale lassen sich erst wieder im 16. Jahrhundert nachweisen.

Das "Beireis'sche Haus" wurde von Johann Christoph Beireis 1725/1726 errichtet. Sein Sohn Gottlieb Christoph Beireis wurde 1730 in diesem Haus geboren. Als 20jähriger zog er nach Jena zum Studium. Schon neune Jahre später wurde der Dr. med.als Physikprofessor an die Braunschweigsche Universität Helmstedt berufen. 50 Jahre lang arbeitete er täglich 10,12 und mehr Stunden. Als Revolutionär seiner Zeit ist er in die Wissenschaftsgebiete Physik, Chemie, Botanik, Naturgeschichte, Pathologie, medizinische Praxis und gerichtliche Arzeneikunde eingegangen. Er war Mitglied der Göttingen Gesellschaft für wissenschaften; naturgemäße Ernährung und Leibesübungen empfahl er und verwarf aufs äüßerste Taback- und Alkoholgenuß.

Johann Wolfgang Goethe äußerte sich gegenüber Herzog Carl August: "Ich gedenke mich nach Helmstedt zu begeben und da selbst den wunderlichen Beireis in seinem Hamsternest kennenzulernen. Man hat so viel von ihm und seinen Beziehungen gehört....."